Das Motiv des Amoklaufes an der Virginia Tech (auch „Massaker von Virginia“ oder „Blacksburg-Massaker“ genannt) gibt weiterhin Rätsel auf. Am Montagmorgen, den 16. April 2007 wurden bei der Tat 32 Menschen ermordet. Anschließend richtete sich der Täter, Seung-Hui Cho, selbst hin. Die Tat gilt nach dem Schulmassaker von Bath am 18. Mai 1927 als folgenschwerster Amoklauf in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Warum die Tat ausgerechnet in der Norris Hall begangen wurde, ist unklar.
Der am 18. Januar 1984 geborene Seung-Hui Cho, der als Sohn koreanischer Immigranten im Washingtoner Vorort Centreville aufgewachsen war, war von schmächtiger Figur. Der Brillenträger trug seine Haare militärisch kurz. Cho war das jüngste von mehreren Kindern.
Im Februar und März hatte Cho laut Ermittlerangaben die beiden Tatwaffen besorgt, deren Seriennummern er durch Abfeilen unkenntlich machte. Er besuchte seit geraumer Zeit ein Fitnessstudio. Cho ließ sich auch die Worte „Ismael Ax“ auf seinen Arm tätowieren. Die Bedeutung der Worte ist unklar. Er starb nach dem Amoklauf am 16. April 2007 im Alter von 23 Jahren durch Suizid.